Therapiehundeausbildung

Voraussetzungen für einen guten Therapiehund

Es gibt keine besonderen Rassen, die für die Ausbildung zu einem Therapiehund geeignet sind. Das bedeutet jede Rasse kann ausgebildet werden. Ob die Elterntiere des Hundes Therapiehunde sind oder waren hat keinen Einfluss darauf, ob der Hund auch für eine Ausbildung geschaffen ist. Jeder Hund hat einen eigenen Charakter und einen eigenen Kopf, ähnlich wie bei Menschen.  

Nach welchen Kriterien wird der Hund bewertet?

Zunächst wird geschaut wie belastbar der Hund ist. Je höher die Belastbarkeit ist, desto besser kann er auch in Stresssituationen eingesetzt werden. Dann wird geprüft wie menschenbezogen der Hund ist und handelt. Wenn der Hund überhaupt nicht mit Menschen klar kommt und eher zurückgezogen lebt, dann ist er nicht für den Job geeignet, da der Therapiehund der ständige Begleiter des Menschen ist.  

Mit welchem Alter sind die Hunde bereit?

Der Hund ist dann soweit, wenn er kein Welpe mehr ist. Das liegt etwa bei einem Alter von sechs Monaten. Dadurch aber, dass der Charakter eines Hundes sich im Laufe der Zeit ändern kann, ist es klar, dass es mehrere Prüfungen geben muss um den Verhaltenswechsel des Hundes zu überprüfen.  

Wie läuft die Therapiehundeausbildung ab?

Je nach Ausbildungsanbieter variiert die Ausbildungszeit. In der Regel dauert diese allerdings nur ein paar Tage oder Wochen. Die Ausbildung besteht aus mehreren Treffen der Ausbildungsleitung und der Gruppenteilnehmern. Diese Treffen gründen auf praktischen Übungen und speziellem Training für den Hund. Diesem wird nichts speziell beigebracht, sondern sein natürliches Verhaltensmuster wird gestärkt. So soll es kommen, dass der Hund sensibilisiert wird und er sein Verhalten an die Stimmung des Menschen besser anpassen kann.  

Das Ende der Therapiehundeausbildung

Die Ausbildung endet in einer Prüfung um zu schauen, ob der Hund wirklich geeignet ist. Diese dauert etwa eine Stunde und kostet um die 70 Euro. Der geprüfte Hund wird mit einem Zertifikat ausgestattet, welches für zwei Jahre gültig ist. Nach dieser Zeit muss der Hund erneut geprüft werden, um zu sehen, dass der Hund immer noch seine Eignung besitzt.   

Was der Hund alles nach der Ausbildung kann

Nach der Ausbildung ist der Hund in der Lage sensibel auf Menschen einzugehen und diese in ihrem Alltag zu unterstützen. Besonders bei Menschen mit eingeschränktem Alltag oder mit Kindern ist der Therapiehund besonders geeignet. In Altenheimen, Kindertagesstätten oder bei der Arbeit mit behinderten Kindern und Erwachsenen kann der Hund mitgenommen werden. Dieser geht dann auf die Bedürfnisse der Menschen ein und unterstützt sie. Bei verhaltensauffälligen Kindern wirkt der Hund beruhigend und kann helfen, dass sich diese Kinder ruhiger verhalten und ihr Leben ändern.   

Was braucht der Hund?

Das wichtigste ist, dass der Hund eine feste Bezugsperson hat und nicht alleine zu seinem "Job" gehen muss. Der Hund und der Mensch müssen ein sicheres Team sein auf das sich der jeweils andere verlassen kann. Wenn der Hund unsicher ist muss er sich auf jemanden wie sein Herrchen stützen können.


Teilen